Lettering Guide Anfänger Flatlay

Wie fange ich an?

Um mit dem Brushlettering anzufangen, braucht es meistens nicht viel. Natürlich vermittelt einem das Internet etwas anderes. Kauf diesen Stift und diesen hier und noch drölfzig weitere Farben und dazu noch 23 Bücher. Aber wie so oft braucht man zum Anfangen ganz wenig.

Das Erste, was man sich zulegen sollte, ist natürlich ein Brushpen.

Aber welcher solls denn jetzt sein unter den vielen auf dem Markt? Es gibt große, kleine, teure und günstige. Die Eigenschaften und Unterscheidungen von Brushpens hab ich hier in einem Blog Artikel zusammengefasst.

Seit ich Brushlettering Workshops halte, bekommt jeder meiner Teilnehmer den gleichen Stift in ihre Starterbox. Und zwar ist das der edding 1340*. Dieser ist nach wie vor aus meiner Sicht der beste Stift zum Anfangen. Und zwar aus diesen Gründen. Die Spitze ist robust, aber trotzdem weich genug, um die Druckkontrolle gut üben zu können. Das ist bei den ersten Strichen und Buchstaben auch die größte Herausforderung. 

Der zweite Grund ist, dass man bei diesem Stift nicht tief in den Geldbeutel greifen muss wie bei ein paar anderen Marken. Denn der edding 1340* kostet einzeln ca. 1,50 €. In diesem Preissegment und mit den gleichen Eigenschaften gibt es z.B. auch den seit 2019 neuen Stabilo Pen 68 brush*.
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Aber der dritte – und für mich ausschlaggebende – Grund warum ich trotzdem beim edding 1340 bleibe ist der, dass man hier die Stiftspitze wechseln kann.

Mithilfe einer Pinzette oder einer Zange kann man die Spitze herausziehen, umdrehen und wieder in den Schaft stecken. Und schon hat man eine neue Stiftspitze.

Zur Anleitung wie ich die Stiftspitze des edding 1340 wechsel.
3 Zutaten zum Anfangen: einen Brushpen, Lettering Papier und eine Anleitung.

In Ordnung. Jetzt hast du also den richtigen Stift. Nun zum Papier.

Hier möchte ich dir gleich raten, dass du nicht den gleichen Fehler machst, wie ich, zu deinem Drucker zu Hause läufst und dir dort das Papier nimmst und mit dem Üben beginnst.

Die Spitzen der Brushpens sind zwar so robust, dass sie dem Druck, den du beim Brushlettering ausübst, standhalten, aber was sie nicht mögen, sind raues Papier.

Denn normales Druckerpapier hat eine sehr raue Oberfläche im Gegensatz zu speziellem Lettering Papier.

Worauf du beim Kauf des Papiers achten musst und was das Papier für Eigenschaften benötigt, habe ich hier in diesem Artikel zusammengeschrieben – inklusive meiner Lieblings Papiersorten.

Jetzt hast du einen Brushpen und das richtige Papier. Und nun?

Jetzt wäre eine Anleitung noch ganz gut. Um den Frust, dass es nicht sofort klappt, wie du das möchtest, von vornherein auszuschließen, würde ich dir raten einen Guide, Video Anleitungen, Online Kurse oder ein Buch zu holen.

Wenn du einen digitalen Guide kaufst, dann achte beim Ausdrucken darauf, dass dieser auf dem richtigen Papier gedruckt wird.

Wenn du keine Lust hast, die einzelnen Bestandteile zusammen zu suchen, dann hab ich für dich das perfekte Starterset in meinem Shop:

Meinen 26-seitigen Guide für Anfänger auf glattem Papier gedruckt + 1x einen edding 1340 in Schwarz.  Damit kannst du sofort loslegen.

Eine andere Möglichkeit ist du kommst in einen meiner Workshops. Hier bekommst du neben dem Guide und dem edding 1340 noch weitere Stifte, Papiere und Goodies als Starterkit. Neben jeder Menge Tipps und Infos aus der Lettering-Welt bin ich auch für individuelle Hilfestellungen und Problemlösungen vier Stunden lang für dich da.

Brushlettering Workshops

Hier findest du meine Brushlettering Workshops sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene.
Alle Kursinhalte, alle aktuellen Termine und auch die Möglichkeit zur Anmeldung.

zu den Workshops

Jetzt fehlt nur noch eine letzte Komponente, um Brushlettering zu lernen: Geduld und Übung.
Denn an dem Sprichwort „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.“ ist leider sehr viel Wahres dran.

So, nun wünsche ich dir einen erfolgreichen Start ins Brushlettering. Und denk dran: „Keep on lettering“


Folie aufs iPad - ja oder nein?

Da ich sehr viel auf meinem iPad Pro zeichne und Lettere habe ich immer eine Schutzfolie drauf kleben. In diesem Artikel erzähle ich dir nicht nur, welche Folie ich für mein iPad nutze und ob man denn wirklich eine braucht, sondern ihr bekommt sogar eine Anleitung, wie ich meine Folien blasenfrei aufs Display bekomme.

Eine der häufigsten Fragen, die ich in meinen Procreate Workshops bekomme: „Hast du eine Folie auf deinem iPad Display und brauch ich auch eine? Und welche kannst du empfehlen?“

Und jedes muss ich etwas weiter ausholen mit meiner Antwort. Denn mit einem einfachen “Ja” oder “Nein” ist es hier nicht getan.

Braucht man eine Folie?

Also prinzipiell habe ich auf allen meiner Geräte eine Schutzfolie drauf. Allein schon wegen der Gefahr der Kratzer. Oder wenn das Smartphone dann doch mal runterfällt und mich eine Folie bis jetzt vor größeren Display Schäden bewahrt hat *toi toi toi*. Und dafür habe ich ein Händchen.
Natürlich schluckt eine Folie etwas von der Qualität und der genialen Leuchtkraft des Displays.
Nun aber zu der Frage „Brauche ich eine Folie?“ Es kommt darauf an. Nutzt du dein iPad viel mit dem Apple Pencil zum Schreiben und Zeichnen? Oder nur fürs surfen im Internet oder zum Spielen?

Wenn du dich zu den Viel-Nutzern zählst, würde ich schon zu einer Folie raten. Insbesondere verhindert die richtige Folie, dass du mit dem Stift abrutscht. Und beim digitalen Brushlettering auch unschöne Kanten entstehen können.

Folie auf das iPad kleben? Ja oder Nein? Und wenn doch, welche? All diese Fragen beantworte ich dir hier.

Welche ist nun die richtige Folie?

Ganz generell ist es wichtig, keine Hochglanzfolie zu nehmen (z. B. Panzerglas Folien), sondern eine matte Folie.
Diese geben mit ihrer rauen Oberfläche nicht nur ein wenig das Gefühl und die Haptik, als würde man auf Papier schreiben, sondern verhindern auch Spiegelungen.

Hier ein Beispiel,  welche ich selbst oft für mein 2017 iPad Pro 12,9 Zoll bestellt habe.*
Für die weiter Modelle kann ich diese Beiden empfehlen:
Apple iPad 9.7″ (2017/2018)*
Apple iPad Pro 10,5″*

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Der Hype um die Paperlike Folie – berechtigt?

Natürlich erzähle ich dir auch gerne meine Erfahrung und Meinung zu der bekannten Paperlike Folie. Die Paperlike Folie gibt einem ein sehr realistisches Gefühl, als würden man wirklich einen Stift auf Papier bewegen.

Sie ist speziell für den Apple Pencil entwickelt worden, um dieses Schreibgefühl wieder zu geben. Die Stiftspitze wird geschont und trotzdem bietet sie die bestmögliche Wiedergabe des Displays.

Aber was hat diese Folie, was die anderen nicht haben? Hier wurde eine Nanodots-Technologie in die Oberfläche eingearbeitet. Diese Mikroperlen sind so verteilt, dass sie den Apple Pencil minimal zum Vibrieren bringen, damit es sich anfühlt, als würde man auf Papier schreiben. Zusätzlich wird das Licht durch diese Nanodots so gebrochen, dass es nie die Sicht beeinträchtigt.

Ich habe selbst die Folien von Paperlike seit inzwischen 1,5 Jahren drauf (nur einmal gewechselt) und muss gestehen, dass andere matte Folien nicht an diese Eigenschaften ran kommen. Insbesondere seit es die Neue noch bessere Version Paperlike 2 gibt.

Das hier ist Werbung aus reiner Überzeugung. Denn diese Frage bekomme ich immer wieder gestellt, warum diese Paperlike Folie denn so unheimlich teuer ist. Das Set aus zwei Paperlike Folien kostet 34€. Wer aber viel auf dem iPad zeichnet und schreibt, bekommt für dieses Geld einen perfekten Schutz für Display und Stiftspitze, gepaart mit herausragendem Schreib- und Zeichen-Gefühl und obendrein bester Display Wiedergabe.

Workshops: Procreate für Lettering

Hier findest du meine Workshops zum Thema Procreate und Lettering. Sowie die jeweiligen Inhalte, alle aktuellen Termine und auch die Möglichkeit zur Anmeldung.

zu den Workshops

Mein Fazit.

Wer den Apple Pencil viel nutzt und viel schreibt oder zeichnet, sollte sich überlegen, generell in eine Folie zu investieren.

Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob ihr überhaupt eine Folie wollt oder braucht, dann probiert auf jeden Fall eine günstigere Matte Folie aus und entscheidet dann selbst, ob ihr zur teueren Paperlike wechselt oder nicht.

Tipps und Anleitung zum Anbringen einer Displayfolie.

Nichts ist ärgerlicher, wenn man insbesondere eine teure Paperlike Folie mit Blasen und Staubkörnchen aufs iPad aufzieht.

Deswegen hier meine Tipps, wie ich bisher alle meine Folien zu 99 % Blasen- und staubfrei aufbringe:

Zur Vorbereitung:

  • ausreichend Platz und v. a. Licht. Am besten auch eine zweite, etwas tiefere Lichtquelle wie z. B. eine Schreibtischlampe zum nach unten biegen.
  • Keine fusselnde Textilien in der Nähe. Zieht keinen Wollpullover an oder reinigt das Display mit einem Küchen- oder Taschentuch.
  • Bleibt in einem geschlossenem Raum. Auch wenn man bei Sonnenschein vielleicht besseres Licht hat, helfen einem die vielen Pollen und Staubkörnchen in der Luft herzlich wenig.
  • Legt euch eine Filz-Rakel (Affiliate Link) oder eine alte (!) Kredit-/Kundenkarte oder Ähnliches. Oft wird auch etwas mitgeliefert, was aber nach meiner Erfahrung oft knickt und man dann nicht mehr den nötigen Druck bekommt.
  • Display Reiniger. (Affiliate link) Bitte nutzt keinen Glasreiniger oder Spülmittel dafür. Auch hier werden meistens geeignete Reinigungstücher mitgeliefert.
  • Microfaser- oder Brillenputztuch. Sollte bei der Folie ein Faserähnliches Tüchlein dabei sein, benutzt es nicht.
  • Geduld.  😉

Und nun gehts los:

  1. Schaltet euer Gerät aus. Nicht Stand-by. Komplett aus. Damit verhindert ihr, dass das Display auf einmal angeht und ihr keine Staubkörner oder Luftblasen mehr erkennt. Dann müsst ihr absetzen und irgendwo drücken. Und glaubt mir, dabei passieren einem dann die unnötigsten Fehler.
  2. Reinigt das Display mit einem speziellen Display Reiniger. Kein Glasreiniger – dieser verschmiert mehr als das er reinigt; kein Spülmittel – das kann die Oberfläche angreifen. Sprüht den Reiniger nie direkt auf das Display, sondern auf das Mikrofasertuch. Ansonsten kann die Schutzschicht des Displays angegriffen werden, und das kann Fehler am Bildschirm hervorrufen.
  3. Nachdem ihr das Display mit dem Mikrofasertuch trocken gemacht habt, müssen die Staubkörnchen weg. Dazu kann es hilfreich sein, ein etwas tiefer stehendes Licht zu haben, damit man auch jedes kleine Körnchen gut sieht.
    Nehmt dazu einer der Klebe Pad aus eurer Folienpackung und entfernt alle Staubkörnchen mithilfe der klebrigen Seite auf. Hier müsst ihr etwas Geduld und Sorgfalt aufbringen. Je genauer ihr hier arbeitet, desto weniger Probleme habt ihr später.
  4. Nun heißt es keinen großen Wirbel machen, sonst müsst ihr Punkt 3 wiederholen. Denn jetzt kommt die Folie. Zieht die markierte Folie erst mal nur bis zur Hälfte ab. Haltet sie knapp über dem Display und richtet sie nun an den Kanten aus. Kontrolliert hier mehrfach, ob die Ausrichtung passt. Dann klebt erst mal nur ca. 2-3 cm auf und kontrolliert noch mal die Ausrichtung.
  5. Jetzt kommt die Rakel/Kreditkarte o. Ä. ins Spiel. Legt diese mittig auf den bereits klebenden Teil und nun fahrt ihr mit Druck über die restliche Folie. Gleichzeitig entfernt ihr Stück für Stück diese Schutzfolie. Achtet bitte immer darauf, dass ihr dabei keine Staubkörnchen einschließt. Wenn ihr eins seht, dann könnt ihr das mithilfe der Klebepads noch entfernen.
  6. Wenn die Folie jetzt mittig und hoffentlich fusselfrei klebt, schiebt ihr von der Mitte aus gehend die Rakel an den Rand. Damit ihr die restlichen Luftblasen von der Mitte aus nach außen zieht und somit auch die restliche Folie andrückt.
  7. Wenn jetzt noch Luftblasen drin sind, versucht sie durch vorsichtigen, aber festen Druck nach außen raus zu drücken.
  8. Ein erneutes Anheben der Folie würde ich auf jeden Fall vermeiden. Und wenn es doch unumgänglich ist, dann haltet eure Klebepads bereit. Denn hier kommen meistens Staubkörner wieder unter die Folie. Und die bekommt man dann leider nicht mehr raus gedrückt mit der Rakel.

 

hier noch das Video von Paperlike selbst.

https://youtu.be/aDCzKsr1EFU


Ein Stift – zwei Leben

Vielleicht hast du es schon das ein oder andere Mal von mir gehört oder gelesen, aber ich bin ein ziemlicher Fan von dem Brushpen edding 1340*. Denn neben seinen hervorragenden Eigenschaften für Anfänger im Brushlettering hat er einen entscheidenden Vorteil gegenüber den meisten anderen Stiften.

Wenn die Stiftspitze durch das viele Üben durch ist und bei Rundungen ziemliche Zacken entstehen, dann wäre es an der Zeit für einen neuen Stift.

Nicht so beim edding 1340*. Denn hier kannst du mithilfe einer Pinzette oder Zange die Stiftspitze austauschen.

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Wie das geht, zeige ich dir Schritt für Schritt hier:

1.

Lege dir eine Pinzette oder Zange, ein Küchentuch und den Stift bereit.

2.

Um die Zange nicht mit Farbe an zu malen, legst du ein kleines Stückchen Küchenpapier in die Zange hinein.

3.

Dann greifst du vorsichtig die Stiftspitze und ziehst sie heraus. Nicht zu fest, um nicht unnötig zu viel Farbe raus zu pressen.

4.

Jetzt hast du die Spitze in deiner Zange und kannst jetzt von der anderen Seite her diese wieder in den Schaft des Stiftes stecken.
Achte hier darauf, dass du die Spitze nicht zu tief und auch nicht zu fest wieder hinein steckst. Du willst ja die frische Spitze nicht gleich wieder beschädigen.

Wie man die Stiftspitze des edding 1340 welchselt.


Papierstapel Lieblingspapiere

Das richtige Papier fürs Brushlettering

Meine ersten Erfahrungen mit Brushpens und dem Papier und warum das richtige Papier eine wichtige Rolle spielt: Ich hab mir zum ersten Mal Brushpens gekauft. Teure noch dazu und wollte zu Hause sofort loslegen. Also ging ich schnurstracks zum Drucker und hab mir daraus ein paar Blätter Papier geschnappt und los gings.

Ich hab geübt und geschrieben was das Zeug hielt. Aber kurze Zeit später haben sich meine Stifte nicht mehr gut angefühlt. Die Striche haben an den Rändern Zacken bekommen und auch die Flexibilität lies zu wünschen übrig. Meine Güte hab ich mich aufgeregt über diese blöden, teuren Stifte, die nix taugen weil sie so schnell kaputt gehen. Auf die Idee, dass nicht die Stifte, sondern das falsche Papier daran Schuld war, kam ich erst später.

Wieso spezielles Papier?

Jedes Papier hat andere Eigenschaften. Verschiedene Dicken bzw. Grammaturen wie es in der Fachsprache richtig heißt. Auch die Oberflächen sind unterschiedlich. Es gibt sehr raues Papier (z.B. Aquarellpapier) und sehr glattes Papier. Für unsere Brushpens brauchen wir sein sehr Glattes.

Du musst dir vorstellen, die Stiftspitzen sind einer Pinselspitze nachgeahmt. Somit gibt es auch da winzige Härchen bzw. Fasern. Wenn man nun mit einer Brushpen-Spitze über ein übliches Druckerpapier geht, ist das wie wenn du mit feinem Schmirgelpapier an der Spitze entlang fährst. So reibt man stetig die Fasern auf, was dann zu unsauberen Farbrändern führt.

Natürlich musst du den Stift nicht gleich wegwerfen. Aber man muss dann v. a. an den Bögen und Rundungen noch mal etwas nacharbeiten. Oder ihn lieber zum Ausmalen verwenden.

Du wirst ab sofort zum Papierstreichler.

Warum du in Zukunft Papier streicheln wirst.

Jetzt weist du, dass das Papier schön glatt sein soll. Wenn du jetzt im Laden stehst, woran erkennst du ein passendes Papier? Falls kein Verkäufer in der Nähe ist, den du fragen kannst, dann probiere dich mit dem „Streicheltest“ durch. Nimm ein Blatt zwischen Daumen und Zeigefinger und reibe es. Je glatter, seidiger und sanfter es sich anfühlt, desto besser ist es für unsere Brushpens. Als Referenz kannst du auch ein übliches Druckerpapier mit 80 g/m² nehmen und auch das immer wieder fühlen, um den Vergleich zu spüren.

Meine Lieblingspapiere

Papiersorten gibt es unzählige. Auch speziell fürs Brushlettering gibt es immer mehr Sorten. Hier ist es wie bei den Stiften selbst. Jedes Papier hat seine Anwendung und spezielle Eigenschaften. Daher solltest du dir auch zuvor überlegen mit welchen Stiften du lettern möchtest und welche mit welcher Technik du Lettern willst. Dafür brauchst du entweder ein dünnes oder eher dickes Papier.

Hier zeige ich dir eine meine liebsten Papiersorten: (*Affiliate Link) 

  • Clairefontaine DCP 100g* (Papier für Laserdrucker; 500 Blatt Packung). Perfekt zum üben.
  • Bristol XL Illustración 180g von Canson* – glatt und etwas dicker was bei mehr Farbe oder etwas Wasser zum verblenden super ist.
  • Rhodia dot Pad*– ein Block mit glattem Papier und Punkt Raster und somit perfekt zum üben der Neigungslinien, Buchstabenhöhen und der Gleichmäßigkeit.
  • XL® Marker von Canson* – super glattes und auch sehr dünnes Papier mit nur 70 g/m². Perfekt um Übungsblätter oder Entwürfe durchzupausen.
  • Tombow PB-AQUA Aquarellblock* – Das Beste aus zwei Welten. Aquarellpapier speziell entwickelt für die empfindlichen Stiftspitzen der Brushpens. Perfekt zum verblenden.

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Jetzt will ich endlich loslegen.

Wenn du jetzt endlich loslegen möchtest, aber nach einer Anleitung suchst dann schau dir meine Brushlettering-Kurse an. Egal ob du Anfänger bist oder du schon ein wenig Ahnung hast, ich biete für alle Workshops an. Auf dieser Seite findest du alle kommenden Termine und auch alle näheren Infos wie auch die genauen Kursinhalte.

Brushlettering Workshops

Hier findest du alle meine Lettering Workshops. Sowohl analog als auch für digital. Dazu die jeweiligen Inhalte, alle aktuellen Termine und die Möglichkeit zur Anmeldung.

zu den Workshops

2 Unterscheidungen bei Brushpens

Inzwischen gibt es unzählige Brushpens auf dem Markt. Da ist man vor allem als Anfänger etwas überfordert. Daher möchte ich dir etwas zu den Eigenschaften erzählen um Licht in den dunklen Stiftewald zu bringen. Es gibt zwei große Unterschiede bei Brushpens

Erstens: die Größe

Zum einen kann man die Brushpens in verschieden Größen einsortieren. Und damit ist die Größe der Stiftspitze gemeint. Jeder Stift hat eine Spitze welche einem Pinsel nachgeahmt ist. Die einen sind groß, weich und sehr flexibel. Die anderen haben ein kleine, feste Spitze die trotzdem flexibel genug ist um dicke und dünne Striche zu erzeugen.

Zweitens: Die Farbe

Die zweite Unterscheidung liegt in der Beschaffenheit der Farbe. Es gibt wasserbasierte und nicht wasserbasierte Farben wie z.B. Tusche oder Alkohol-basierte Farben.
Die Wasserbasierten Farben haben den Vorteil, dass man die Farben miteinander vermischen kann. Dadurch kann man kleine Aquarelleffekte zaubern oder Verläufe kreieren. Wie man z.B. einfach und schnell einen Hintergrund für ein Lettering mit Aquarelleffekt erstellt zeige ich hier in einem DIY-Video.

Es gibt zwei große Unterschiede bei Brushpens. Die Größe und die Farbe.

Welcher Stift ist für Anfänger der Richtige?

Meine persönliche Empfehlung für einen Brushletterin-Anfänger ist der edding 1340 oder der Stabilo Pen 68 brush. Diese beiden würde ich als mittelgroße Brushpens einordnen. Auch die Flexibilität ist genau richtig. Also weder zu weich noch zu hart.

Was ich bei dem edding 1340 besonders toll finde, wenn die Stiftspitze nach vielem Schreiben dann abgenutzt ist kann man die Spitze herausziehen, umdrehen und schwupps hat man eine neue Stiftspitze.

Nebenbei bemerkt ist die Farbe bei diesen Beiden Stiften wasserlöslich und lässt sich wunderbar vermischen. Der Preis von ca. 1,50 € ist gut wenn man erst austesten möchte ob einem dieses Brushlettering überhaupt gefällt.

Wenn du später den Dreh raus hast mit der Druckkontrolle beim Schreiben kannst du dich durch das große Angebot an Stiften durchprobieren. Ich habe für mich rausgefunden, dass ich lieber mit den kleineren Stiften schreibe als mit den großen.

Ein kleiner Teil meiner Stiftesammlung. Fangt erst klein und testet aus, ob es euch Spaß macht. Und probiert euch erst dann durch das rießige Angebot der Stifte durch.

Jeder Stift hat sein Anwendungsgebiet.

Je nachdem, in welcher Größe du etwas schreiben möchtest oder welches Papier du wählst, gibt es den passenden Stift dazu. Denn je größer die Stiftspitze ist, desto größer werden auch deine Buchstaben. Und umgekehrt je kleiner der Stift, desto kleiner werden deine Buchstaben.

Auch bei den Farben muss man zuvor überlegen, worauf man Lettern möchte. Die wasserbasierenden Stifte neigen bei vielen Papieren dazu an den Rändern der Striche auszubluten. Also keine klare Kante zu haben. Dafür kannst du mit den wasserbasierten Stiften die Farben vermischen und somit wunderschöne Verläufe und Farbeffekte erzeugen.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen und ein paar Fragen zu den Unterschieden beantworten.


Lettering - was versteht man darunter?

Was ist Lettering?

Lettering ist englisch und kommt von dem Wort „Letter“ und bedeutet Buchstabe oder „der Brief“. Lettering bedeutet somit die Kunst des schönen Buchstaben Schreibens.

Warum ist das gerade im Trend?

Durch die viele Digitalisierung in unserem Leben beschäftigen sich viele Leute wieder mehr mit dem „handgemachten“ Sachen. Viele alte Handwerkskünste werden neu entdeckt, wie z.B. das Häkeln und Stricken oder das Makramee knüpfen. Ich kann mich noch gut erinnern als ich ein Makramee bereits als Jugendliche bei meiner Mama auf dem Dachboden entdeckt habe. Zu diesen alten Handwerks-Hobbys gehört auch die Kalligrafie und die Abwandlung des Letterns. Man legt in den Zeiten der Messengers und E-Mails wieder mehr Wert legt auf Handgeschriebenes.

Unter Lettering versteht man die Kunst des schönen Buchstaben Schreibens.

Was ist Brush Lettering?

Brush ist auch englisch und bedeutet „Pinsel“. Somit bedeutet Brush Lettering wörtlich übersetzt: „schreiben mit dem Pinsel“. Aber anstatt mit einem Pinsel zu schreiben nutzt man meist einen Brushpen, dessen Spitze die eines Pinsel nachempfunden ist. Nicht nur weil diese Stifte einfacher zu transportieren sind da man keinen Farbkasten, Pinsel und ein Wasserglas mit nehmen muss. Das Schreiben ist damit deutlich einfacher als mit einem Pinsel. Durch die Feste aber flexible Spitze kann man den Druck besser kontrollieren als bei dem sehr weichen Pinsel. Und man erzielt sehr schnell tolle Ergebnisse. Ein Pinsel ist für einen Anfänger zu flexibel und bedarf Übung um den gewünschten Brushlettering Effekt zu erzeugen.

Wo ist jetzt der Unterschied zwischen Handlettering, Brushlettering und Kalligrafie?

Mit Kalligrafie können vermutlich noch die meisten etwas anfangen. Das ist die uralte Kunst des Schreibens mit einer Feder und Tusche oder Tinte. Aber auch hier wird darauf geachtet, dass dicke und dünne Linien beim Schreiben entstehen.

Beim Brushlettering nutzt man wie oben bereits beschrieben einen Pinsel oder einen Pinsel-Stift. Und hier beginnt es auch, dass es eher in die Richtung „Buchstaben malen“ anstatt schreiben geht. Und zuletzt das Handlettering. Hier werden die Buchstaben wirklich gezeichnet. Somit müssen sie auch nicht miteinander verbunden werden.

Auch bei den Werkzeugen ist man völlig frei. Egal ob Pinsel, Brushpen, Filzstift oder Buntstift. Hier kann man sich völlig frei entfalten.

Lettering

Man kann die Stiele vom Handlettering mit dem Brushlettering miteinander verbinden. 

Du möchtest mehr darüber erfahren?

Inzwischen gibt es unzählige Brushpens auf dem Markt. Alle unterscheiden sich in der Größe, der Beschaffenheit der Farbe oder dem Einsatzzweck. Mehr zu den verschiedenen Eigenschaften der Brushpens kannst du hier in diesem Blogbeitrag lesen.

Wenn du das Brushlettering selbst lernen möchtest dann lade ich dich herzlich zu meinem Workshop ein. In dem Kurs für Anfänger beginnen ich mit den ersten Strichen und Buchstaben. Du musst also keine Vorkenntnisse mitbringen. Außer ein wenig Geduld mit dir selbst. Denn es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Hier findest du alle meine Workshops.
Egal ob analog oder digital, für Anfänger und Fortgeschrittene.
Es ist für jeden der richtige Workshop dabei.
Alle weiteren Informationen zu den jeweiligen Kursinhalten und die Möglichkeit zur Anmeldung findest du auch auf dieser Seite.

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